DEUTSCHER MEISTER DER PIZZABÄCKER 2026
Ich „ Lorenzo Parrotta“ bin Deutscher Meister der Pizzabäcker 2026 in der Kategorie Pizza Contemporanea . Diese Auszeichnung spiegelt meine Leidenschaft und Hingabe für die Kunst des Pizzabackens. Es war eine aufregende Reise voller Herausforderungen auf die ich euch auf die ich euch mitnehmen möchte…
Ein Ludwigshafener backt Deutschlands beste Pizza
Lorenzo Parotta ist der Senkrechtstarter der deutschen Pizza-Szene. Vor vier Jahren erst hat er mit dem Backen begonnen – jetzt will der Ludwigshafener Weltmeister werden. Was sein Geheimnis für eine gute Pizza ist.
Ludwigshafen. Messer und Gabel sind tabu! Lorenzo Parotta teilt seine Pizza mit der Schere in sechs Stücke, schneidet anschließend auch den locker-luftigen Rand quer auf und rollt das kleine Pizza-Dreieck zusammen: Die preisgekrönte Pizza des Ludwigshafeners wird wie Cannoli gegessen. Der 24-Jährige hat sich vor wenigen Wochen mit seinem neapolitanischen Meisterwerk zum Deutschen Meister der Pizzabäcker gekrönt. Bei einem Treffen in Oggersheim verrät Parotta offenherzig ein paar Tipps, Tricks und Geheimnisse. Und backt natürlich Pizza..
Neapolitanische Pizza liegt voll im Trend. Nicht nur, dass immer mehr entsprechende Restaurants in Mannheim und der Region öffnen. Auch soziale Medien sind voll mit Videos von Menschen, die zuhause an ihrem persönlichen Pizza-Erlebnis mit eigenem Ofen feilen, oder von Food-Influencern, die eben genau dafür Tipps geben. Und so hat es auch bei Lorenzo Parotta angefangen. Jetzt ist der junge Ludwigshafener der Senkrechtstarter der deutschen Pizza-Szene schlechthin.
Der Deutsche Pizza-Meister wird natürlich in Neapel inspiriert
Angefixt wird Parotta auf einer Reise nach Italien vor vier Jahren – in Neapel hat ihn „fasziniert, wie sie dort die Pizzakultur leben“, erzählt er, als er in seinem Foodtrailer mit dem Namen L‘Ozzeria in Oggersheim frisches Basilikum zupft. Wieder zurück aus Italien fängt er an, Videos auf Youtube zu schauen: Wie funktioniert der Teig? Welcher Käse? Wie lange in den Ofen? Über seinen Hang zum Perfektionismus versinkt er immer tiefer in der Welt der Pizza, verbessert seine ganz persönliche Rezeptur immer weiter, bringt seinen eigenen Stil ein. Schon damals will Lorenzo Parotta eigentlich einen eigenen Laden eröffnen. Doch er hält sich an das Veto von Mama und Papa, er habe doch als Chemikant bei der BASF einen guten und sicheren Job.
Doch loslassen kann Parotta nicht. Monate, Jahre feilt er an seinem Teig, bis er in seinen Augen „perfekt perfekt“ war. Und wer sich zuhause selbst an neapolitanischer Pizza versucht, der weiß: Der Teig ist eine Wissenschaft für sich. Pizzabäckerinnen und Pizzabäcker auf der ganzen Welt streiten über die Hydration – also das Verhältnis von Mehl zu Wasser –, über die Menge der Hefe und die Ruhezeit. Lorenzo Parotta geht da seinen ganz eigenen Weg.
Der Teig des Deutschen Pizza-Meisters ist mehrfach speziell
Die Leidenschaft fürs Kochen hat sich Parotta bei seiner Mama abgeschaut. Und so sagt er über die Zubereitung seines Teigs: „48 Stunden viel Liebe reinstecken.“ In seinem Foodtrailer auf dem Oggersheimer Garagenpark streut er da gerade feingemahlenes Hartweizengrieß, Semola, auf Arbeitsplatte und Teig, drückt die Teigkugel mit den Fingern in die richtige Form und schlägt den Teigling mit der Schiaffo-Methode in Pizzaform. Das ist Italienisch für Ohrfeige – und genauso klatscht es dabei auch.
Doch einfach nur Liebe ist in Parottas Teig natürlich nicht. Er selbst sagt sogar, sein Teig ist speziell: sehr viel Hefe, außerdem machen ihn 75 Prozent Hydration feucht und klebrig. „Das sorgt dafür, dass man diesen schönen Rand hat, dass er schön hochgeht, schön luftig ist“, erklärt der 24-Jährige. Und als seine Pizzen nach 90 bis 120 Sekunden bei 350 Grad aus dem Ofen kommen, spricht das Ergebnis für sich: extrem locker, extrem lecker. Natürlich nur mit Soße aus San-Marzano-Tomaten und Fior di Latte als Mozzarella. Und dann wird mit der Schere geschnitten und gegessen.
Catering und Media Markt: Wo Parotta mit seinem Food-Truck zu finden ist
Sein Produkt hat schon im Jahr 2024 eine Jury überzeugt. Damals gewinnt Parotta die Deutsche Meisterschaft der Hobbypizzabäcker, die in Bamberg stattfindet – und das direkt bei der ersten Teilnahme. Kein Wunder, dass der selbsternannte Perfektionist dadurch Blut leckt. Lorenzo Parotta will mehr, nimmt den Deutschen Meistertitel ins Visier. Zwei solche Wettbewerbe gibt es in Deutschland. Beim kleineren wird er 2025 noch Sechster – ein „kleiner Dämpfer“, kommentiert der ehrgeizige junge Mann –, beim größeren holt sich der Ludwigshafener vor wenigen Wochen in Fürth die Pizza-Krone. „Ich bin nie nervös, immer locker drauf“, erklärt er, wie er seine etwa 70 Konkurrentinnen und Konkurrenten ausgestochen hat.
Geboren in Mannheim, aufgewachsen in Ludwigshafen, Mittlere Reife an der Gesamtschule in Oggersheim (IGSLO) – und jetzt will er sogar Pizza-Weltmeister werden. Vom 8. bis 10. Juni findet die WM statt. Natürlich in Neapel. Dort muss sich Parotta mit 800 Pizzabäckerinnen und Pizzabäckern aus der ganzen Welt messen. Das Ziel? „Ich will da gewinnen“, sagt er ohne Zögern. Er wäre nicht der erste aus der Region. 2023 sicherte sich Francesco Ialazzo, damals Betreiber der Pizzeria Neo Evo auf den Planken, schon einmal den Pizza-Weltmeistertitel.
Bis zur WM kann man Lorenzo Parotta mit seiner L‘Ozzeria ab und an vor dem Media Markt in Oggersheim treffen. Über seinen Instagram Account @lozzeria kann man ihn für Caterings buchen. So erzählt Parotta, zuletzt beim Mannschaftsabend der Rhein-Neckar Löwen in der SAP Arena Pizzen gebacken zu haben. „Die haben auch gut gegessen“, sagt Parotta. Und hängt ihm Pizza noch nicht selbst zum Hals raus? „Pizza geht bei mir immer!“ Und wenn es mal keine Pizza gibt, kommt eben Pasta auf den Tisch.
quelle: Mannheimer Morgen
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